Projektfahrt 7. Klasse: “Alltag unter Segeln” 2026
- vor 2 Tagen
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Das Logbuch

Sonntag, 17. Mai
Schwabach – Enkhuizen (Niederlande)
49°19`Nord / 11°01`Ost, heiter bis wolkig, 18° Celsius, Wind SW 5
An diesem wunderschönen Maisonntag starteten wir, die Klassen V7A und V7B, zu einem der größten Abenteuer, das wir jemals erlebt hatten: Zu unserem Segeltörn durch das Ijsselmeer‚ welcher in Holland am Hafen in Enkhuizen starten sollte. Um 8.30 Uhr trafen wir uns alle in.
Wir fuhren mit viel Aufregung und Vorfreude los. Unsere erste Pause legten wir mit unserem Busfahrer Gabriel um 13:30 Uhr bei Limburg ein und nach einer Menge Burger, Pommes und Chicken waren alle fit für die nächsten 3 Stunden Fahrt, bis wir die nächste Pause einlegten.
Nachdem wir angekommen waren, wurde die Begeisterung immer größer, als wir die Schiffe „Nirwana“ und „Mon Desir“ bezogen und spontan beschlossen unseren Busfahrer Gabriel auf die große Fahrt einfach mitzunehmen. Der Tag ging langsam zu Ende mit leckeren belegten Broten, einem kurzen Spaziergang in die Stadt und viel Gekicher in unseren minikleinen Kabinen.

Montag, 18. Mai
Enkhuizen - Makkum / Provinz Friesland
53°03`Nord / 05°24`Ost, bedeckt und kühl mit Schauern, 19° Celsius, auffrischender Westwind Stärke 3-4
Der Tag begann mit einem leckeren Frühstück. Es gab Müsli, Brot, Joghurt und vieles mehr. Nachdem wir den Abwasch erledigt hatten, ging es an die Arbeit, denn die vier Segel mussten rasch ausgepackt und hochgezogen werden. Das Wetter war windig, kühl und an manchen Stellen trüb und grau. Der Fischerort Makkum empfing uns mit einem tollen Blick auf den malerischen Hafen. Nach einem erlebnisreichen Tag klang der Abend stimmungsvoll aus mit vielen verschiedenen Spielen wie UNO und Werwolf. Einige Schüler bestaunten auch eine der Luxusyachten, die in Makkum gebaut werden und ließen sich die Spaghetti Bolognese, die das Kochteam gezaubert hatte, schmecken.

Dienstag, 19. Mai
Makkum - Oudeschild / Insel Texel
53°02`Nord / 04°51`Ost, sehr windig und wechselhaft, 17° Celsius, Wind aus Südwest, Stärke 4
Wir hatten die zweite Nacht hinter uns gebracht, verschlafen ging es zum gemeinsamen Frühstück. Nach der ersten Stärkung ging es für uns auf Deck. Kurz nach 9 Uhr setzten wir die Segel und fuhren zum nächsten Hafen (Oudeschild/Insel Texel). Auf dem Weg zum Hafen mussten wir eine Schleuse überqueren. Dort angekommen, durften wir im Supermarkt/Souvenirladen einkaufen, Fußball spielen und den malerischen Inselort erkunden. Tagsüber war es windig, sodass wir mit vier gesetzten Segeln sehr schnell unterwegs waren und die Insel schon um 14:30 Uhr erreicht hatten. Zu Abendessen gab es Gemüsereis mit Shrimps und Nüssen.

Mittwoch, 20. Mai
Oudeschild (Texel) – Workum (Provinz Friesland)
53°02`Nord / 04°51`Ost, windig mit Sonne und Wolken, 19° Celsius, Westwind Stärke 5
An diesem Tag stand die Überfahrt nach Workum durch das Wattenmeer bei ablaufender Flut und starkem Wind an. Bei diesem Wetter war die Teamarbeit besonders gefordert und unsere Besatzung auf der „Nirwana“, Skipperin Irene und Matrose David, zeigten uns die wichtigsten Handgriffe, Knoten und spornten uns an, die Segel zügig zu hissen. Nach der Sichtung eines Seehundes und der Passage der Schleuse wurde es im Ijsselmeer etwas ruhiger und am Spätnachmittag erreichten wir bei sonnigem Wetter den Hafen von Workum. Herr Schleicher und Gabriel begleiteten die beiden Klassen zum Strand, wo zahlreiche Kitesurfer über die Wellen flogen, während Herr Müller und Frau Kres sich mit einigen Freiwilligen um den Kartoffelsalat und die Wiener Würstchen an Bord kümmerten.

Donnerstag, 21. Mai
Workum - Enkhuizen
52°42`Nord / 05°17`Ost, heiter bis wolkig, Windstärke 2-3 aus Nord
An einem meist sonnigen Tag segelten wir mit schwächerem Wind zurück zu unserem Ausgangshafen nach Enkhuizen. Die Klassen beherrschten jetzt die verschiedenen Aufgaben auf dem Schiff und freuten sich über dieses tolle Gemeinschaftserlebnis. So ging es nach dem Frühstück gleich ans Segelhissen und unterwegs fuhren wir mehrere Wenden. In Enkhuizen angekommen durften wir unsere Handys wiederhaben und viele sind in die kleine Altstadt gelaufen, um sich noch Süßigkeiten für die Heimfahrt im Bus zu kaufen. Am Abend trafen wir uns alle auf den Schiffen, brachten unsere Kabinen in Ordnung und ließen die sternenklare Nacht an Bord ausklingen.

Freitag, 22. Mai
Völlig übernächtigt machten wir bereits um 7 Uhr klar Schiff und brachten nach einem kurzen Frühstück unser Gepäck zum Bus, wo Gabriel schon auf uns wartete. Müde und glücklich kamen wir nach einer langen Fahrt mit vielen Staus und mehreren Pausen um 21:30 Uhr in Schwabach an und freuten uns auf unsere Eltern und Geschwister. Diese Reise mit dem Segelschiff wird eine schöne und bleibende Erinnerung für uns alle sein.
Text und Bilder: Mathias Schleicher


